Fagötter+

15_234_170-1“Das Fagott ist die Krone (crown) des Orchesters” kabelte ein englischer Musikkritiker an seine Zeitung. Leider verwechselte der Drucker einen Buchstaben und so wurde aus der Krone ein Clown.

Bis heute gilt das Fagott als Spaßmacher des Orchesters und wird ansonsten oft nur als Bassbegleitung wahrgenommen. Dass es noch viel mehr kann- das wollen 3 virtuose Fagottistinnen aus aller Welt beweisen. Sie gründeten 2015 das Ensemble “Fagötter +”.

In ihren Konzerten treten sie als Trio auf, spielen Werke aus allen Stilepochen- vom Barock über Klassik, Romantik bis zum Jazz und Filmmusik. Sogar als Orchester setzen sie ihre Instrumente ein: sie musizieren gemeinsam mit einem Gast – z.B. einem Trompeter oder einem Saxophonisten.


Ai Ikeda
Ai Ikeda wurde in Tokio, Japan geboren und fing im Alter von 15 Jahren mit dem Fagottspiel bei Masanobu Chimura an. 1999 schloss sie an der staatlichen Hochschule für Musik und bildende Kunst Tokio mit dem Bachelor ab und im gleichen Jahr errang sie sowohl als Solistin als auch in kammermusikalischer Besetzung den ersten Preis beim Tokio Debut National Wettbewerb.
In Europa setzte sie ihr Studium zuerst an der Musikhochschule Basel bei Sergio Azzolini und später an der Musikhochschule Weimar bei Frank Forst fort. Das Studium in Basel absolvierte sie mit Auszeichnung.
Von 2001 bis 2003 war sie Akademistin bei den Münchner Philharmonikern.
2004 gewann sie den ersten Preis beim 21.Wind and Percussion International Wettbewerb in Japan.
Sie spielt als Aushilfe in der Jenaer Philharmonie und bei dem Göttinger Symphonie Orchester. Zwischen 2005 und 2009 hatte sie einen Zeitvertrag bei den Bremer Philharmonikern.
Seit 2005 beschäftigt sie sich mit der historischen Aufführungspraxis.
Ai Ikeda trat bei mehreren Festivals und Konzertreihen in Europa und Japan als Solistin und mit ihrem Trio d‘anche „Suave“ als Kammermusikerin auf und spielte zahlreiche CD´s ein.
Als Dozentin wurde sie zu Meisterkursen nach Japan, Australien und Korea eingeladen.


Adi Sharon
geboren 1976 in Israel, studierte an der dortigen Hochschule, der „Rubin Academy Tel-Aviv“, sowie bei Prof. Klaus Thunemann an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin, wo sie ihr Diplom hervorragend absolvierte. Adi Sharon war außerdem von Dez. 2004 bis Juli 2005 Schülerin von Selim Aykal, Solo-Fagottist der Deutschen Oper Berlin.
Sie hat erfolgreich am ARD – Wettbewerb teilgenommen und war Gewinnerin erster Preise bei Wettbewerben in Israel.
Bei Prof. Sergio Azzolini (Schweiz),Prof. Dag Jensen (Neuß) und Prof. Milan Turkovic (Salzburg) hat sie Meisterkurse belegt.
Von 2001 bis 2002 war sie Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).
Die Solo-Fagott Position bei der Neubrandenburger Philharmonie hatte sie von März 2003 bis Juli 2004 inne. Zurzeit wirkt sie in verschiedenen namhaften Orchestern mit.
Sie nahm beim Ensemble „Villa Musica“ für Kammermusik als Stipendiatin teil.
Derzeit ist sie kammermusikalisch sehr aktiv- als Managerin, Arrangeurin und Fagottistin- beim „Duo Concertante“, dem „einfach klassik“ und dem „Fagötter+“.
Adi Sharon ist Mitglied des “Alec Wilder Oktett Berlin”.
Ihre Lehrtätigkeit (Fagott und Blockflöte) hat 2006 an der Musikwerkstatt Eden in Oranienburg sowie an der Kreismusikschule in Neuruppin begonnen. Daneben hat sie auch private Schüler in Berlin. Seit 2012 unterrichtet sie Fagott, Blockflöte und Klavier an der Musik- und Kunstschule Havelland und seit 2015 zusätzlich an der Freien Jugendorchesterschule Berlin im Fach Blockflöte und Fagott.


 

Sabine Mende
wurde 1962 in Angermünde geboren. Sie erlernte das Fagottspiel an der Spezialschule für Musik in Berlin und studierte an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” Berlin bei Prof. Fritz Finsch.
Schon während ihres Studiums spielte sie als Substitutin an der Komischen Oper in Berlin und mit 23 Jahren trat sie ihre erste Stelle als stellvertretende Solofagottistin am Staatstheater Cottbus an.
Heute ist sie freischaffend, unterrichtet an der Musikschule Pankow und ist Stimmführer bei der Camerata Instrumentale Berlin und der Berlin Sinfonietta.